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Uwe Nettelbeck
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Uwe Nettelbeck, eigentlich: Hans-Uwe Bessert-Nettelbeck;cite-ref-1[1] (* 7. August 1940 in Mannheim; â 17. Januar 2007 in Bordeaux) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Musikproduzent.
Contents
⢠Leben
⢠Journalismus
⢠Faust
⢠Die Republik
⢠Wirkung
⢠Diskographie
⢠Schriften
⢠Literatur
⢠Weblinks
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Leben
Schon während seines Studiums (ohne Abschluss) der germanistischen Literaturwissenschaft und der Soziologie begann Uwe Nettelbeck ab 1962 als Journalist fßr Zeitungen, Zeitschriften, HÜrfunk und Fernsehen zu arbeiten.cite-ref-bibliographie-2-0[2] Seine Artikel ßber Film und Gerichtsverfahren machten ihn bald zu einem der bekanntesten Autoren der ZEIT.cite-ref-3[3]
FĂźr einen Eklat sorgte Nettelbeck 1968, als er fĂźr den umstrittenen Film Besonders wertvoll des Regisseurs Hellmuth Costard Partei ergriff, welchen die Festivalleitung der Kurzfilmtage Oberhausen aus dem Programm werfen wollte. Der Film, der einen Penis die Rede eines Politikers Ăźber das Gesetz zur FilmfĂśrderung vortragen lässt, war von Nettelbecks Frau Petra produziert worden. Uwe Nettelbeck nannte ihn âdas vorläufige chef dâĹuvre des deutschen Untergrundkinos. Er wird etwas ausrichten, obwohl kein Verleih ihn kaufen, kein zugängliches Kino ihn zeigen wird, denn das wäre schon etwas: ein Film, der sich nicht in unseren Kulturbetrieb integrieren läĂt, der die andere Seite zwingt, Farbe zu bekennen, nicht liberal zu reagieren, wie sie mĂśchte, sondern autoritär, wie sie muĂ, wenn es ernst wird.âcite-ref-4[4]
In seiner Arbeit fĂźhlte sich Nettelbeck von der Chefredaktion der Zeit, insbesondere von Theo Sommer, zunehmend reglementiert und zensiert.cite-ref-5[5] Deshalb zog er sich 1969 aus der Wochenzeitung zurĂźck, fĂźr die er bis dahin als Redakteur gearbeitet hatte.cite-ref-6[6] Von März 1969 an war er stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift konkret. Deren Herausgeber, Klaus Rainer RĂśhl, entlieĂ ihn aber schon im August wegen âpolitischer Differenzenâ.cite-ref-7[7] Zwischen 1970 und 1975 produzierte Nettelbeck die Band Faust. Von 1976 bis zu seinem Tod gab er mit Petra Nettelbeck die Zeitschrift Die Republik heraus. Das Paar zog 1992, âbestĂźrzt Ăźber den Triumphalismus und Rassismus im wiedervereinigten Deutschlandâ,cite-ref-8[8] in den Ort Maransin bei Bordeaux.
Uwe Nettelbeck war seit 1964 mit der Programmsprecherin und Schauspielerin Petra Nettelbeck (geb. Krause) verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei TĂśchter hervor, Anouchka und Sandra. Sandra Nettelbeck ist Filmregisseurin und Drehbuchautorin.
Journalismus
Nettelbeck schrieb ab 1962 fĂźr die Zeit, ab 1963 fĂźr die Zeitschriften film und Filmkritik, später auch fĂźr den SĂźdwestfunk, den Westdeutschen Rundfunk und andere, zunächst vor allem Ăźber Kino, gelegentlich auch Ăźber Literatur, insbesondere Trivialliteratur, und Popmusik. Ab 1967cite-ref-bibliographie-2-1[2] verĂśffentlichte er Prozessberichte in der Zeit, unter anderem Ăźber die Strafverfahren gegen den âKirmesmĂśrderâ JĂźrgen Bartschcite-ref-9[9] und zu den Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968.cite-ref-10[10]
Kennzeichnend fßr Nettelbecks Journalismus ist, dass er das vom Kulturbetrieb Verachtete ernst nimmt, den Genrefilm, vor allem den Western, aber auch den Kriminalroman, die Popmusik oder das Fernsehen.cite-ref-11[11] In seinen Artikeln dokumentiert er seine Quellen ausfßhrlich, was seine spätere Vorliebe fßr die Montage ankßndigt.cite-ref-12[12]
Seine Kompromisslosigkeit brachte Nettelbeck nicht nur in Konflikte mit konservativen Redakteuren und Lesern, sondern auch mit der Linken. Gegen Ulrike Meinhofs Vorhaltung, er verwandele konkret in ein âInstrument der Konterrevolutionâ, bestand er darauf, politische Publizistik dĂźrfe nicht bloĂ Bekenntnis, sie mĂźsse auch Vermittlung sein.cite-ref-13[13]
Faust
Im Jahr 1969 wurde Nettelbeck von Horst Schmolzi, verantwortlich fĂźr A & R bei der Londoner Niederlassung der Plattenfirma Polydor, gefragt, ob er eine deutsche Rockband zusammenstellen kĂśnne. Nettelbeck, der gerade mit dem Journalismus gebrochen hatte, sagte zu, erbat sich aber erhebliche VorschĂźsse. Er vereinigte zwei kleinere Bands, Nukleus und Campylognatus Citelli, zu der Gruppe Faust. In einem ehemaligen Schulhaus in WĂźmme begann er, mit den Musikern zu proben und Aufnahmen zu machen. Die entstehenden avantgardistischen Schallplatten, die in Deutschland keinen nennenswerten Erfolg hatten, werden bis heute von US-amerikanischen und britischen Fans und Kritikern als Meisterwerke des Krautrock hoch geschätzt.cite-ref-14[14] Als Polydor auf eine Kommerzialisierung der Musik drängte, schlossen Produzent und Gruppe einen Vertrag mit Virgin Records. Nettelbeck: âI had no idea what commercial was.â (Ich wusste gar nicht, was kommerziell sein soll.)cite-ref-15[15] Obwohl Virgin Records The Faust Tapes zum Preis einer Single auf den Markt brachte, wodurch die LP sich gut verkaufte, blieb der Gruppe ein dauerhafter Erfolg beim Publikum versagt. Nettelbeck zog sich 1975 vom Musikgeschäft zurĂźck.
Literarisches und editorisches Werk
Uwe Nettelbecks literarisches Werk entwickelte sich aus einer scharfen Auseinandersetzung mit dem Kulturbetrieb. Gesammelt sind die ersten Ergebnisse dieser Auseinandersetzung in dem 1976 im Selbstverlag erschienenen Band Mainz wie es singt und lacht [âŚ]. Glossen stehen neben Dokumenten, z. B. Briefen von Verlegern, Lektoren und Redakteuren an den Autor; der ebenfalls in dem Band enthaltene Text âDer Dolomitenkriegâcite-ref-16[16] ist eine literarische Montage Ăźber den Gebirgskrieg 1915â1918. In dem Buch sind bereits nahezu alle Stilmittel und Verfahren enthalten, die Nettelbeck in seiner Zeitschrift Die Republik entfalten wird.cite-ref-17[17]
Die Republik
Die 1976 von Uwe Nettelbeck begrĂźndete Zeitschrift Die Republik wurde bis Nr. 54 von ihm allein, danach gemeinsam mit Petra Nettelbeck herausgegeben, bei Nr. 86 bis 91 zeichnete D. E. Sattler als Co-Editor. Umschlag und Typographie ähneln der Fackel von Karl Kraus. Die Republik erschien unregelmäĂig. Sie ist zum grĂśĂten Teil von Uwe Nettelbeck selbst geschrieben und von ihm redigiert, auch die Ăbersetzungen stammen in der Regel von ihm. Nach seinem Tod erschien mit Nr. 123â125 (17. Januar 2008) die letzte Ausgabe; sie enthält einen langen Aufsatz Nettelbecks zum Thema Kino. Bezeichnend fĂźr die unversĂśhnliche Haltung, die die Zeitschrift gegenĂźber dem Kulturbetrieb einnahm, ist der Passus, der sich in frĂźhen Ausgaben der Republik findet: âVom Bezug im Abonnement ausgeschlossen sind Firmen und Institutionen. Anzeigenaufträge werden nicht entgegengenommen; unverlangt eingesandte Manuskripte und Drucksachen nicht geprĂźft, sondern vernichtet, Briefe und Anfragen an die Redaktion nicht beantwortet.âcite-ref-18[18]
Neben dem Kulturbetrieb beschäftigte sich Nettelbeck in Die Republik mit Kriminalistik und Polizeimethodencite-ref-19[19], mit Charlotte Corday, der Kolonisierung Perus,cite-ref-20[20] dem Fernsehen, dem Kriminalroman und Fragen der Ăbersetzung, mit den Schriftstellern Gustave Flaubert, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Georg Hamann, Friedrich HĂślderlin, Herman Melville, August Strindberg und Johann Heinrich VoĂ, dem Bergsteiger Maurice Wilson, dem Regisseur Sam Peckinpah und dem Musiker Jerry Lee Lewis. In der Zeitschrift wurden Texte von Franz Jung, Maurice Maeterlinck und Jules Michelet verĂśffentlicht. Zu den Mitarbeitern zählten die Filmessayistin Frieda Grafe, die Filmemacher und KĂźnstler Heinz Emigholz und Harun Farocki, die Fotografin Silke Grossmann, der Filmemacher und Soziologe Robert Kriegcite-ref-21[21], der HĂśrspielregisseur und Autor Peter Michel Ladiges, der Journalist Stefan Ripplinger, D. E. Sattler, der Verleger JĂśrg SchrĂśder, der Kulturtheoretiker Klaus Theweleit und der Schriftsteller und Ăbersetzer Hans Wollschläger.cite-ref-bibliographie-2-2[2]
Herausgeberschaften
Aus der Arbeit an der Republik gingen verschiedene Editionen hervor, so von Franz Jungcite-ref-22[22] und Jules Micheletcite-ref-23[23]. In den 1980ern erschienen im Verlag Franz Greno die ersten 13 einer damals auf 30 Bände veranschlagten Ausgabe der Schriften von Karl Philipp Moritz (1756â1793), herausgegeben von Petra und Uwe Nettelbeck. Nach dem Konkurs des Verlags musste die Edition vorĂźbergehend zurĂźckgestellt werden, bis ein Mäzen gefunden war. Sie wurde erst 2006 endgĂźltig aufgegeben.cite-ref-24[24]
Karl Philipp Moritz
Begleitend zur Arbeit an der Werkausgabe von Karl Philipp Moritz entstand eine mehrere tausend Seiten umfassende literarische Montage, die Fragment und bislang unverĂśffentlicht geblieben ist, Karl Philipp Moritz. Sie darf als ein Hauptwerk des Schriftstellers Nettelbeck gelten.cite-ref-25[25]
Wirkung
Obwohl Uwe Nettelbeck, mit sehr wenigen Ausnahmen,cite-ref-26[26] seit den sechziger Jahren keine Filmkritiken mehr verĂśffentlichte und das Thema Kino in den von ihm verfassten Texten der Republik nur eine geringe Rolle spielte, wird er auch heute noch vielfach als Filmkritiker wahrgenommen. Peter von Becker bemerkte im Tagesspiegel: âDieser abgebrochene Literaturstudent Nettelbeck schrieb in den, verglichen mit heute, wahrhaft wilderen 60er Jahren auf oft ganzen âZeitâ-Seiten oder auch in der Zeitschrift âFilmkritikâ Ăźber Godard und Hitchcock, Truffaut und Kubrick, Pasolini und Bergman, Ăźber den neuen deutschen Kurzfilm oder den US-Underground Aufsätze von solcher Anschaulichkeit, Wahrnehmungsschärfe und Reflexionsdichte, wie sie auf späteren Kulturseiten nie mehr zu lesen waren.âcite-ref-27[27]
Beachtet wurde Die Republik vor allem von ihren Gegnern, die Nettelbeck als einen Epigonen von Karl Kraus hinstellten.cite-ref-28[28] Der Schriftsteller Eckhard Henscheid zählte Nettelbeck zu denen, die Prestige daraus beziehen wollten, âsich a) als Karl-Kraus-Verweser zu gerieren, b) praktisch nur das Schrifttum des 18. Jahrhunderts der Ăstimation wĂźrdig zu erachten und c) und in der Folge alle gegenwärtige literarisch-philosophische Produktion angeekelt als dritt- bis fĂźnftklassig zu ignorieren.âcite-ref-29[29]
Als Schriftsteller wird er hier und da fĂźr einen frĂźhen Vertreter der Popliteratur gehalten, so von dem Literaturwissenschaftler Dirck Linck.cite-ref-30[30] Ăhnlich äuĂern sich die Nachrufe von tazcite-ref-31[31] und Weltcite-ref-32[32]. Sie alle berufen sich allerdings dabei auf einen einzigen Text von Nettelbeck, Generalthema âTrivialmythenâ (um es einmal so zu nennen) (1970).cite-ref-33[33]
Autobiographische Notiz (1965)
In: Filmkritik 4/1965, S. 237â238.
âUwe Nettelbeck. Geboren am 7. August 1940 in Mannheim, aber bald in die Nähe von Lindau, also nach Bayern verpflanzt worden. Von Sexta bis Quarta versuchte ich das Staatliche Gymnasium in Lindau, ab Untertertia das Landerziehungsheim Schule Birklehof in Hinterzarten, wo ich mich bona fide konfirmieren lieĂ. Zum drittenmal wollte man mich die Obersekunda nicht machen lassen, so wurde ich wegen schlechter Zeugnisse (sieben FĂźnfer und eine Sechs) und renitenten Verhaltens der Schule verwiesen. Man steckte mich wieder zwischen die lindauer Gymnasiasten, in die Untersekunda ungerechterweise. Nach ein paar Wochen und mehreren Direktoratsverweisen aber wurde ich wegen schlechter Leistungen und renitenten Verhaltens auch von dieser Schule verwiesen. Drei Monate Verlagslehre, danach vier Monate Unabhängigkeit in England und dann Eintritt in das neusprachliche Erziehungsheim Schule Schloss Louisenlund bei Schleswig, wo ich mich mit knapper Not bis zum Abitur (1961) Ăźber Wasser halten konnte. Zum Wehrdienst fĂźr untauglich befunden (StĂśrungserscheinungen, Sehschwäche und Untergewicht), Aufnahme eines Studiums (Literaturwissenschaft, Soziologie) in GĂśttingen und Hamburg, das ich nach sechs Semestern und einer Seminararbeit abgebrochen habe. Noch während des Studiums Beginn der ständigen Mitarbeit in der Feuilleton-Redaktion der Zeit, VerĂśffentlichungen (Feuilleton, Literatur- und Filmkritik) seit Herbst 1962. Seit Heft 3/1963 ständige Mitarbeit bei Enno Patalas. Ein Festivalbericht fĂźr Film und eine Rezension fĂźr die Frankfurter Hefte, Arbeit fĂźr Rundfunk und Fernsehen. Verheiratet, eine Tochter. Anschrift: Hamburg 39, GellertstraĂe 28.â
Diskographie
Von Uwe Nettelbeck produzierte Schallplatten:
⢠Faust: Faust (1971)
⢠Anthony Moore: Pieces from the Cloudland Ballroom (1971)
⢠Anthony Moore: Secrets of the Blue Bag (1972)
⢠Slapp Happy: Sort of (1972)
⢠Faust: Faust so Far (1972)
⢠Slapp Happy: Acnalbasac Noom (1973)
⢠Faust: The Faust Tapes (1973)
⢠Tony Conrad: Outside the Dream Syndicate (1973)
⢠Faust: Faust IV (1974)
Schriften
⢠âGeneralthema âTrivialmythenâ (um es einmal so zu nennen)â. In: Renate Matthaei (Hrsg.): Trivialmythen. März, Frankfurt/M. 1970, S. 151â179; erneut in März Texte 1. Trivialmythen. März bei Area: Erftstadt 2004, S. 471â499
⢠Mainz wie es singt und lacht. Die Ballonfahrer. Briefe. Mainz bleibt Mainz. Gespenstergeschichten. Der Dolomitenkrieg. Nachträge. Verlag Petra Nettelbeck: Salzhausen-Luhmßhlen 1976
⢠Der Dolomitenkrieg. Zweitausendeins: Frankfurt a. M. 1979 (Separatdruck aus Mainz wie es singt und lacht)
⢠Der Dolomitenkrieg. Mit einem Nachwort von Detlev Claussen. Berenberg: Berlin 2014
⢠Die Republik, Nr. 1â125 / 1976â2008; ca. 8.000 Seiten
⢠Fantômas. Eine Sittengeschichte des Erkennungsdienstes. Verlag Petra Nettelbeck: Salzhausen-Luhmßhlen 1979
⢠Cosmic (mit JĂśrg SchrĂśder). März: Berlin/Schlechtenwegen 1982 (zugleich in Die Republik, Nr. 55â60 / 3. Juni 1982)
⢠Charlotte Corday. Ein Buch der Republik (mit Petra Nettelbeck). Verlag Franz Greno: NĂśrdlingen 1986 (Erweiterte Fassung von Die Republik, Nr. 16â17 / 17. Juli 1977)
⢠Karl Philipp Moritz, Lesebuch. Verlag Franz Greno: NÜrdlingen 1986
⢠Keine Ahnung von Kunst und wenig vom Geschäft. Filmkritik 1963-1968. Hrsg. v. Sandra Nettelbeck. Philo Fine Arts: Hamburg 2011
⢠Prozesse. Gerichtsberichte 1967â1969, herausgegeben von Petra Nettelbeck, mit einem Nachwort von Henrik Ghanaat. Suhrkamp, Berlin 2015, ISBN 978-3-518-42482-7.cite-ref-34[34]
Literatur
⢠Philipp Goll: Western Dissidenz. Petra und Uwe Nettelbecks Zeitschrift DIE REPUBLIK (1976â2008). Spector Books, Leipzig 2025, ISBN 978-3-95905-646-5.
Hinweise und Einzelnachweise
cite-note-11. â So erscheint sein vollständiger Name in einer Anklageschrift des Landgerichts Frankfurt, betreffend die unerlaubte Verbreitung eines Referats des Präsidenten des Bundeskriminalamts, Horst Herold. Die Anklageschrift wird zitiert in Die Republik, Nr. 48â54 / 8. Mai 1980, S. 6.
cite-note-bibliographie-22. â Bibliographie Uwe Nettelbeck. Verlag Die Republik: Maransin 2008
cite-note-33. â âUnter den wichtigen Filmkritikern der sechziger Jahre war Uwe Nettelbeck der kleine Prinz: ein Popstar, der mit furiosem Temperament origineller und musikalischer Ăźber Kino schreiben konnte als irgendjemand sonst in Deutschland.â Hans-Christoph Blumenberg: (Nachruf auf Uwe Nettelbeck). In: Die Zeit 5/2007.
cite-note-44. â Uwe Nettelbeck: âBeschreibung eines Kampfes. Ăber die Filmemacher Hellmuth Costard und Martin MĂźllerâ. Die Zeit 13/1968.; vollständig nachgedruckt in Klaus Behnken/Internationale Kurzfilmtage Oberhausen (Hrsg.): kurz und klein. 50 Jahre Internationale Kurzfilmtage Oberhausen. Hatje Cantz: Ostfildern-Ruit 2004, S. 125â129, hier S. 127.
cite-note-55. â Peter Rawert: Im Zweifel lieber gegen den Richter. Theo Sommer wirdâs nicht freuen: Nach fast fĂźnfzig Jahren erscheinen Uwe Nettelbecks polemische Gerichtsreportagen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8. April 2015, S. 10.
cite-note-66. â Uwe Nettelbeck: âIn eigener Sacheâ. In: konkret, 9/1969. âMein EntschluĂ, nicht länger dazu beizutragen, daĂ die Zeit manchmal anders aussieht, als sie ist, das gebe ich zu, war auch eine Reaktion auf die Aufforderung, meine Artikel einem Redakteur vom Schlage Theo Sommers zu einer genauen Betrachtung im Manuskript zu Ăźberlassen [âŚ].â
cite-note-77. â Stefan Ripplinger: "Post aus HaĂfurt". konkret 3/2007, S. 14 f. Hierzu auch Impressum konkret 5/1969-18/1969
cite-note-88. â âdismayed by the triumphalism and racism of post-unification Germanyâ â Joe Boyd: Obituary. Uwe Nettelbeck. German rock producer, film critic and gourmet. In: The Guardian, 13. Februar 2007
cite-note-1010. â Uwe Nettelbeck: Die Frankfurter Brandstifter. Viermal drei Jahre Zuchthaus fĂźr eine sinnlose Demonstration. In: Die Zeit, 45/1968 (Memento vom 1. Dezember 2015 im Internet Archive), erneut in konkret', 3/2007.
cite-note-1111. â Zu einer seiner Arbeiten Ăźber Fernsehen, vgl. Brigitte Weingart: âFlĂźchtiges Lesen: TV-Transkripte (Goetz, Kempowski, Nettelbeck)â. In: Ludwig Jäger und Georg Stanitzek (Hrsg.): Transkribieren. Medien/LektĂźre. Wilhelm Fink: MĂźnchen 2002, S. 91â114
cite-note-1212. â Ein Beispiel dafĂźr: Uwe Nettelbeck: âWer gerade geht, wird vorgebeugt. MitbĂźrger lesen Bild oder Morgenpost. In den Demonstranten erkennen sie, was sie schon kannten. Sie sind aber nicht selber die Bild-Zeitungâ. In: film, 3/1969. Der Artikel besteht aus Reflexionen Nettelbecks und langen Zitaten aus der FAZ und einer Ansprache von Kurt Georg Kiesinger. Hierzu auch: Stefan Ripplinger: "Return to Sender. Ăber Uwe Nettelbecks Zitatmontagen", Kultur & Gespenster, 7 / Herbst 2008, S. 73â97
cite-note-1414. â Vgl. etwa Julian Cope: KrautRockSampler. one heads guide to the groĂe kosmische Musik. Deutsch von Clara Drechsler. Pieperâs MedienXperimente: LĂśhrbach 1996, AuszĂźge aus dem Original und Andy Wilson: Faust - Stretch Out Time 1970â1975. Faust-Pages: London 2006
cite-note-1515. â Chris Cutler / Kersten Glandien: (Interview mit Uwe Nettelbeck). In: Faust. The WĂźmme Years 1970â73 (Booklet einer 5-CD-Box), S. 33â38, hier S. 35. ReR Megacorp 2000
cite-note-1616. â Später auch separat: Uwe Nettelbeck: Der Dolomitenkrieg. Zweitausendeins: Frankfurt/M. 1979
cite-note-1717. â âMainz wie es singt und lachtâ ist der Prototyp der âRepublikâ. Hermann Bohlen: âEin ganz Gefährlicher. Das Whizzkid Uwe Nettelbeck ist tot, aber seine âRepublikââ lebt.â In: Frankfurter Rundschau, 25. Januar 2007, und in Literaturkritik.de
cite-note-1818. â Hier zitiert nach Die Republik, Nr. 1â4 / 8. September 1976, S. 240
cite-note-1919. â "FantĂ´mas", gesammelt in Uwe Nettelbeck: FantĂ´mas. Eine Sittengeschichte des Erkennungsdienstes. Verlag Petra Nettelbeck, Salzhausen 1979
cite-note-2020. â "Am FluĂ PirĂş trafen sie einen Mann, der hieĂ BerĂş. Daher der Name. Die Reise des Tupak Yupanki". Die Republik, Nr. 41â47 / 26. September 1979, S. 9â439
cite-note-2121. â Uwe Nettelbeck (Hrsg.): Die Republik. Nr. 28-33. Die Republik, Salzhausen/Frankfurt am Main 1978, S. 392.
cite-note-2222. â Franz Jung: Schriften und Briefe in zwei Bänden. Hrsg. von Klaus Behnken, Uwe und Petra Nettelbeck. Verlag Petra Nettelbeck, Salzhausen 1981
cite-note-2323. â Jules Michelet: Der Vogel. Aus dem FranzĂśsischen Ăźbersetzt und herausgegeben von Uwe Nettelbeck. Verlag Franz Greno, NĂśrdlingen 1986
cite-note-2424. â Die GrĂźnde dafĂźr nennt Uwe Nettelbeck in Die Republik, Nr. 120â122 / 28. September 2006, S. 176â180
cite-note-2525. â Stefan Ripplinger: âAuf der anderen Seite. Uwe Nettelbeck, 1940 bis 2007â, Jungle World 4/2007. Mehr Informationen zum nachgelassenen Werk finden sich in Stefan Ripplinger: Uwe Nettelbeck. Eine Erinnerung, Schreibheft, 81/2013, S. 101â106.
cite-note-2626. â Uwe Nettelbeck schrieb 1998 und 2003 mehrere Artikel Ăźber Film und andere Themen fĂźr die Wochenzeitung Jungle World; siehe unter Weblinks
cite-note-2727. â Peter von Becker: âDer Geistesblitz. Jetzt erscheint die letzte Ausgabe der âRepublik', und das Berliner Arsenal huldigt Uwe Nettelbeck, der fĂźr den Feuilletonjournalismus und die Kulturessayistik ein Geisterreiter war.â In: Tagesspiegel. 15. Januar 2008 (Online).
cite-note-2828. â Wilhelm Bittorf baute seinen Verriss der Republik auf einem Vergleich mit Kraus auf und nannte die Zeitschrift âdie Kohlhaasiade eines Selfmade-Märtyrers der Publizistikâ. Wilhelm Bittorf: âKarl Kraus, klein geschriebenâ, Der Spiegel, 42/1976. Zuvor hatte schon Hellmuth Karasek in einer Besprechung von Mainz bleibt Mainz Nettelbeck einen âNachfolger von Karl Krausâ genannt, der ihm, verglichen mit diesem, âoft weniger gerecht, dafĂźr boshafter, selbstgerechterâ erscheine. Hellmuth Karasek: âEine Scherbenwelt aus Zitatenâ, Der Spiegel, 17/1976.
cite-note-2929. â Eckhard Henscheid: Sudelblätter. Haffmans Verlag: ZĂźrich 1987, S. 337 und zitiert in Die Republik Nr. 94â97 / 1. September 1997, S. 7. Zu beachten ist, dass Henscheid Nettelbeck hier nicht nennt, jedoch im Personenverzeichnis der Sudelblätter âNettelbeck, Uweâ auf diesen Eintrag indiziert ist. Henscheid schreibt die genannte Einstellung âvier bis sechs, z.T. sich befehdenden, z.T. kollaborierenden Hauptkommissarenâ zu. Wolfram SchĂźtte erhob in seinem Nachruf "Schattenwirtschaft eines Privatiers. Zum Tod des solitären Journalisten Uwe Nettelbeck" (Memento vom 8. März 2016 im Internet Archive), titel, online, 24. Januar 2007, ähnliche VorwĂźrfe. Auch ihn hatte Nettelbeck angegriffen, u. a. in: âWolfram SchĂźtte ist doof. Ein kurzer Artikelâ, film, 10/1969
cite-note-3030. â Dirck Linck: ââLiking Thingsâ: Ăber ein Motiv des Popâ. In: Ders. und Gert Mattenklott: Abfälle. Stoff- und Materialpräsentation in der deutschen Pop-Literatur der 60er Jahre. Wehrhahn Verlag: Hannover-Laatzen 2006, S. 125â160, hier S. 138
cite-note-3131. â Tobias Rapp: âIm Schatten. Am vergangenen Mittwoch ist der Publizist und Herausgeber Uwe Nettelbeck gestorbenâ. taz, 22. Januar 2007
cite-note-3232. â Hanns-Georg Rodek: âUwe Nettelbeck (1939 [sic!]â2007)â. Welt, 24. Januar 2007
cite-note-3333. â Renate Matthaei (Hrsg.): Trivialmythen. März, Frankfurt/M. 1970, S. 151â179; erneut in März Texte 1. Trivialmythen. März bei Area: Erftstadt 2004, S. 471â499.
cite-note-3434. â Buchbesprechung: Cord Riechelmann in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 17. Mai 2015, Seite 41, Nichts als die Wahrheit
Weblinks
⢠Literatur von und ßber Uwe Nettelbeck im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Die Republik, lieferbare Titel
⢠Uwe Nettelbeck: Paul Thomas Anderson: Punch-Drunk Love. In: Jungle World. 17/2003, 16. April 2003; abgerufen am 2. November 2019.
⢠Uwe Nettelbeck im Archiv der Zeit
⢠Uwe Nettelbeck: 60 Jahre Die Zeit: Die Frankfurter Brandstifter. In: Zeit Online. 23. Februar 2006; abgerufen am 2. November 2019 (Kaufhausbrandstiftung von Proll/SÜhnlein/Baader/Ensslin von 1968).
⢠Rembert Hßser: Vom Stapel lassen. In: Nach dem Film. Nr. 9: Schreiben ßber Film, 1. Dezember 2007; abgerufen am 2. November 2019 (zu Uwe Nettelbecks Titanic-Kritik).